Burgenland
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Rotweine dominieren das Burgenland, allen voran der Blaufränkisch, der das unangefochtene Aushängeschild der Region ist. Er profitiert von den besten Lagen auf Kalk- und Schieferböden, zeigt eine kühle, oft pfeffrige Aromatik mit Noten von dunklen Waldbeeren und Wildkirschen, eine prägnante Säure und präsentes, gut strukturiertes Tannin. Neben Blaufränkisch spielt auch vor allem der Zweigelt Rolle. Im Mittelburgenland entstehen tiefgründige, fruchtbetonte Blaufränkisch-Weine, der Eisenberg im Südburgenland bringt elegante, würzige Rotweine hervor, während der Leithaberg mineralische, elegante Rot- und Weißweine hervorbringt.
Weißweine im Burgenland profitieren besonders von kalk- und schieferreichen Lagen, etwa am Leithagebirge, sowie vom Einfluss des Neusiedler Sees. Hier entstehen aus Rebsorten wie Weißburgunder, Chardonnay, Grüner Veltliner und Welschriesling körperreiche, elegante Weine mit Mineralität, Struktur und Ausdrucksstärke. Der Seewinkel im Süden mit seinem speziellen Mikroklima ist eine der weltweit wenigen Hochburgen für Süßweine, deren Produktion durch hohe Luftfeuchtigkeit und späte Edelfäule ermöglicht wird.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Burgenland zu einer Hochburg handwerklicher, terroirgeprägter Weine entwickelt. Viele Betriebe arbeiten nach biodynamischen Prinzipien und setzen auf Minimalintervention im Weinberg und Keller, wodurch expressive, naturbelassene Weine entstehen. Neben etablierten Klassikern wie Blaufränkisch und Zweigelt erfreuen sich innovative Naturweine zunehmender Anerkennung. Das Burgenland kombiniert also traditionelles Terroir mit modernem Innovationsgeist, bietet höchste Qualität und bleibt gleichzeitig ein Geheimtipp für Weinliebhaber, die große Weine zu erschwinglichen Preisen entdecken möchten.
Foto: © ÖWM / WSNA