Am Anfang begann ich mit Weinen von Großhändlern. Dann ein bisschen Eigenimport. Das Programm entwickelte sie sich und es stellte sich heraus, dass die Weine, die ich selbst aus den Ursprungsländern importierte, die Kunden am meisten interessierten und schnell wurde klar, dass Authentizität und die Nähe zum Winzer den Kunden mehr interessierten als große Namen.

Nun galt es, den einzelnen Rebsorten, Regionen und Ländern Besuche abzustatten. Es wurden viele Reisen und noch mehr Besuche bei Winzern. Unglaublich schöne, genussvolle und manchmal kuriose Erlebnisse mit besonderen Menschen.

Auf den vielen Messen entschied ich mich immer öfter für Weine aus biologischem und biodynamischem Anbau, ohne genau zu wissen, warum. Das interessierte mich, und ich ging dem biologischen Weinbau auf den Grund. Ich fand die Organisch-biologische Landwirtschaft, die Biodynamische oder weiter darüber hinausgehende Wirtschaftsweisen. Neugierig geworden ging ich dem Ganzen auf den Grund. Dort fand ich eine sehr einfache, logische, klare und für mich berechtige Erklärung dieser Winzer vor: Sie wollen gesunde und widerstandsfähigere Rebstöcke. Denn diese sind in der Lage, den Herausforderungen im Weinberg, und heute gerade die des Klimawandels besser zu widerstehen und gesündere Trauben zu produzieren.

Gesündere Trauben machen den besseren Wein, eigentlich ganz einfach.

Schon in meinen Restaurants habe ich mich stark für die regionale Küche eingesetzt. 1995 haben wir, mein damaliger Partner und Küchenchef, Jochen Strehler, unsere Speisenkarte in Regional und Continental unterteilt. Das regionale Menü wurde schnell sehr beliebt. Doch gab es immer wieder Gäste die sich beschwerten das Entrecôte schmecke zu sehr nach Rind, das waren echte Pionierjahre. Die regionale Küche blieb und führte dann zur Gründung von FeinheimischDie Faszination für das Gute und das Interesse an Fakten, Geschichten, und der Wert zwischen den Zeilen. 

Ausbildungsschritte von Sommelier Jan Peter Marxen


1985 – Ausbildung zum Koch bei Fritz Schilling in Andresens Gasthof.

1991 – Restaurant Damperhof, von JPM betrieben bis 1995

1993 – Restaurant und Bar Lüneburg Haus, von JPM betrieben bis 2007

1995 – Die Bar Zur Tankstelle von JPM betrieben bis 1997

1998 – Ausbildung zum Sommelier an der IHK Koblenz und im Weingut Adelmann, Württemberg

2000 – Cateringkultur mit Schloss Weißenhaus, Salzau, etc. von JPM betrieben bis 2008

2008 – Marxen Wein im Knooper Weg, Umzug 2017

2011 – Emmaplus im Knooper Weg und Holtenauer Straße, von JPM betrieben bis 2020

2017 – Marxen Wein Knooper Weg 99-105 bis heute

2020 – Marxen Wein in der Holtenauer bis heute

2021 – Marxen Wein in Ottensen bis heute


Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass mir Dr. Peter Sauerwald, Mitglied des Club der Präzisionstrinker, Mosel, eine große Hilfe, Mentor und Stifter unglaublicher Weine war. Dr. Sauerwald verfügte über einen der aufregendsten privaten Weinkeller in Deutschland. Nicht nur, dass er einer der wenigen privaten Kunden der DRC war, auch in jeden namhaften Haus an Mosel Saar und Ruwer war er zuhause. Und hat mich, freundlich wie er war, mitgenommen. Er hatte, wenn er mit seiner Familie nach Holstein kam und uns auf dem Hessenstein besuchte, immer den Kofferraum voll mit feinsten Weinen. Für mich gab es immer fröhlichen Kabinett, mal vom JJ Prüm, vom Egon Müller oder auch vom Willem Haag aus Brauneberg.