Söllner
Familie Söllner bewirtschaftet ihre Weinberge am Wagram mit Rücksicht auf das komplexe Biotop, das sie bilden. Gedüngt wird von weidenden Tieren. Behandelt werden die Pflanzen nur mit natürlichen, pflanzlichen Mitteln. Im Boden wimmelt es von Leben. Die Söllners achten auf eine hohe Artenvielfalt für einen lebendigen Wein. Doch nicht nur die Weinberge von Familie Söllner sind in sich geschlossene Biotope, der ganze Hof ist eins. Der Fuhrpark wird von eigenem Pflanzenöl angetrieben. Strom wird über die hauseigene Photovoltaik-Anlage gewonnen. Strauchschnitt und abgestorbene Bäume werden verheizt.
Die Weinberge am ostösterreichischen Wagram liegen auf 300 bis 360 Metern Seehöhe, auf Böden von tiefem Löss über kalkhaltigen Muschelkalk bis zu eisenreichen Schotter- und Sandformationen in besonderen Lagen wie dem Berg Eisenhut. Die Kombination aus warmen Tagen, kühlen Nächten und vielfältiger Landschaft mit Wald und Hecken sorgt für ein Mikroklima, das den Weinen ihre feingliedrige Struktur und lebendige Säure verleiht. Toni Söllner, geboren 1973, und Daniela Vigne, geboren 1974, führen den Betrieb seit 1995, unterstützt von ihrem Sohn Julian und langjährigen Mitarbeitern, und setzen konsequent auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung und schonenden Ausbau im Keller. Die Trauben werden sanft gepresst, die Gärung erfolgt langsam in Edelstahl, Holz oder Steinzeug, und die Weine reifen lange auf der Feinhefe.
Ob Grüner oder Roter Veltliner, Riesling, Zweigelt oder innovative pilzwiderstandsfähige Sorten – die Weine des Weinguts Söllner stehen für Authentizität und Präzision. Vom feinperlenden pétillant de la vigne über den duftig-frischen Gemischten Satz bis zu kraftvollen Lagenweinen wie dem Ried Fumberg oder dem Berg Eisenhut zeigen sie die Vielfalt des Wagram. Jeder Jahrgang erzählt dabei seine eigene Geschichte: 2023 kühl und präzise, 2024 heiß, aber dank nachhaltiger Bewirtschaftung perfekt ausbalanciert, 2025 ausgewogen und ideal gereift.
Weingut Söllner
Hauptstraße 34
3482
Österreich